Nach ihrem zweiwöchigen Compassio-Praktikum haben uns Emma und Marie nun wieder verlassen. Compassio meint ein Sozialpraktikum im Sinne des Einsatzes für andere Menschen. Alle Schüler:innen der 11. Jahrgangsstufe der Stiftsschule St. Johann Amöneburg bei Marburg absolvieren eine solche Zeit. Einige Ihrer Mitschüler:innen sind auch in Klöstern, andere in Alten- oder Pflegeheimen, andere …
Geblieben sind schöne Eindrücke – auf beiden Seiten. Wir freuen uns, dass Emma und Marie ihre Eindrücke von ihrer Praktikumszeit mit uns – und Ihnen, den Besucher:innen unserer Webseite – teilen.


Hey, wir heißen Marie und Emma, wir sind 17 Jahre alt und haben für zwei Wochen ein Sozialpraktikum im Kloster Burg Dinklage absolviert. Schon bei unserer Ankunft wurden wir herzlich empfangen von den Schwestern, die sich auch im Laufe unseres Aufenthaltes immer wieder gerne Zeit für ein Gespräch mit uns nahmen.
Unsere Mitarbeit hat täglich nach dem Frühstück um circa 9 Uhr begonnen und vor dem Mittagsgebet um halb zwölf geendet. Danach hatten wir für den Rest des Tages Freizeit. Unsere Aufgaben bestanden darin, zunächst nach dem Frühstück das Geschirr zu spülen und daraufhin haben wir kleinere Aufgaben, die angefallen waren zugeteilt bekommen. Meistens haben wir die Aufgaben ohne die Aufsicht einer Schwester erledigen können. So haben wir des öfteren Rhabarber draußen im Garten geschnitten, der dann in der eigenen Küche verarbeitet wurde.

Wir haben auch Gemüse aus dem eigenen Garten geschält und geschnippelt. Nach einer Woche durften wir sogar im Garten, der eigentlich nur für Schwestern zugänglich ist, helfen und haben dort Gemüse gepflanzt und Beikraut gejätet.

Nach dem Mittagsgebet und dem immer sehr leckeren und gesunden Mittagessen, wovon viel aus dem eigenen Klostergarten stammt, haben wir meistens immer etwas unternommen. Oft haben wir uns einfach in den idyllischen und sehr schön angelegten Gästepark gesetzt und die Ruhe und das schöne Wetter genossen.


Eine tolle Möglichkeit, Menschen zu helfen, ist hier die sogenannte Martinsscheune. Als wir diese besuchen durften, wurden wir auch direkt zum Abendessen eingeladen. Das war auch eine sehr schöne Erfahrung, weil wir unter anderem auch anderen Kulturen begegnet sind.

Eine weitere interessante Erfahrung war das Bibelgespräch, bei dem wir mit anderen Gästen und einer Schwester über den Bibeltext des darauffolgenden Sonntags gesprochen und unsere Gedanken dazu geteilt haben.

Die Gebetszeiten sind natürlich auch ein wesentlicher Bestandteil des Klosterlebens. Ganz früh morgens und spät abends sind wir meistens nicht zum Gebet erschienen. An den Gebetszeiten über den Tag haben wir aber regelmäßig teilgenommen.

Für uns war es eine Zeit, um zum Nachdenken zu kommen, aber sicherlich wirken die Gebetszeiten auf jeden unterschiedlich. Die Kirche haben wir als einen sehr schönen und freundlichen Ort wahrgenommen.
Wir haben eine sehr spannende, lehrreiche Zeit und ein gelungenes Praktikum hier in der Burg erleben dürfen, da wir das Klosterleben in seinen vielen verschiedenen Fassetten kennenlernen konnten. Wir können viele neue Eindrücke und die besondere Erfahrung für unser weiteres Leben mitnehmen und wir werden ganz bestimmt auch wieder kommen.

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2 Antworten

  1. Sehr schöner und aufschlussreicher Beitrag! Alles Gute euch Beiden und natürlich auch dem gesamten Konvent!
    Liebe Grüße Erika Rosa Probst

  2. Es war schön, euch beide auf dieser Internetseite wiederzusehen und euren Bericht zu lesen. Ihr erinnert euch, Marie und Emma- ich war gleichzeitig mit euch 1 Woche auf Burg Dinklage. Ich freue mich, dass ihr so viele positive Erfahrungen dort machen konntet. Gottes Segen euch – und auch den Schwestern im Kloster Burg Dinklage,
    liebe Grüße,
    Sr. M. Josefine

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