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Identität


Wer ich bin? Diese Frage kann ich am besten durch mein Leben beantworten.
Was mich ausmacht? Das wissen andere oft besser von mir.

Wie sehe ich mich selbst? Wie fühlt sich mein Leben von innen an?

Wir Menschen erkennen uns selbst am besten in der Begegnung mit anderen. Wir sind soziale Wesen.
Der Religionsphilosoph
Martin Buber sagt sogar:
„Der Mensch wird am Du zum Ich.“

Ein starkes Wort. Das stimmt und es stimmt nicht, denn wir sind von Anfang an die, die wir sind.
Und doch erkennen und verstehen wir uns durch die Verschiedenheit von anderen. Das ist irritierend und faszinierend zugleich. Es gibt Bereiche in unserem Sein, die wir mit anderen teilen. 

Diese Verbundenheit zu leben, ist leicht. In anderen Bereichen fühlt sich unser Anderssein durch unsere Einzigartigkeit manchmal einsam an.
Jede und jeder von uns
ist eine ganz besondere „Menschenmischung“

mit sozialen und technischen Fähigkeiten, mit körperlicher und seelischer Verfasstheit, mit geschlechtlicher und geistiger Ausrichtung wie es sie kein zweites Mal gibt. Das alles zusammen macht unsere Identität aus, unvergleichbar gut.

Persönlichkeiten-Modell

Wir haben das Verlangen, uns zu vergleichen und uns einzuordnen. Wir wollen wissen, wer wir sind oder was wir für ein Typ wir sind. Oft steckt dahinter eine Neugier oder eine Angst, „falsch“ zu sein. Zu wissen, wer wir sind, gibt uns Sicherheit. Unsere Persönlichkeit setzt sich aus so vielen Ebenen zusammen, dass kein Test eine ganz eindeutige und abschließende Antwort geben könnte. Dazu kommt, dass wir uns ständig weiterentwickeln.

Ein Beispiel eines solchen Modells ist das der 16 Personalitäten . Es wird nach ihren Entwicklern auch MBTI (Myers-Briggs Typenindikator) genannt. Es basiert auf den von Carl Gustav Jung entwickelten „psychologischen Typen“ und geht davon aus, dass es vier menschliche Personenkategorien gibt: Analysten, Diplomaten, Wächter und Forscher, von denen es wiederum je vier Unter-Typen gibt, mit einer „Mischung“ von Eigenschaften. Diese haben einen bestimmten Grad zwischen den Polen Extraversion und Intraversion, Sensitivität und Intuition, Denken und Fühlen, Beurteilen und Wahrnehmen.

Probiere aus, ob Du Dich darin wiederfindest.

Gender-Identität

Ein entscheidender Teil der menschlichen Identität ist unsere sexuelle Energie. Gemeint ist der „Eros“. Er ist DIE Lebensenergie des Menschen in jeder geschlechtlichen Form. Die griechische Sprache kennt drei Begriffe für Liebe: „Philia“ ist die freundschaftliche Dimension, „Agape“ die mitmenschlich fürsorgende Form und eben der „Eros“ des kraftvollen Verlangens.

Wenn Gott Dich und mich in seiner unendlichen Kreativität geschaffen hat – genau so, wie ich bin – dann darf ich das erst einmal dankbar annehmen!
Dieses Schaubild versucht auf der Genderebene die ganze Vielfalt der „Menschenmischungen“ abzubilden. Als Form wurde hierfür ein Lebkuchenmann ge
wählt, in Englisch „Gingerbread“, hier „Genderbread-Person“ genannt. Weiblich und männlich sind die beiden Ausprägungen, zwischen denen sich die Vielfalt aller Menschen in Nuancen finden.
Es ist nicht immer ein buntes Kinderspiel, seine eigene Identität zu entdecken und anzunehmen in all ihrer Diversität. Sie ist unsere unvergleichliche Realität in der wir unser Leben erleben, durchfühlen und gestalten.

Enneagramm

Das Enneagramm stammt vom griechischen Wort „ennea“ für neun und ist ein Persönlichkeits-Typen-Modell, dass auch „Die neun Gesichter der Seele“ genannt wird. Vermutungen zufolge stammt es aus dem Sufismus, der islamischen Mystik. Christliche Mystiker haben es weiter interpretiert.

Das Enneagramm geht vom Kreis, also von der Ganzheit aus. Alle Menschen zusammen bilden eine Einheit, die vom Ursprung her ohne Gott nicht zu denken ist. Das heißt, die Seele wird als“göttlicher“ Teil des Menschen gesehen.
Die neun Persönlichkeitstypen tragen alle auf ihre Weise etwas zur Ganzheit bei. Es braucht ein gewisses Maß an Selbstreflektion, um durch das Lesen der verschiedenen Typen, sich selbst ehrlich zuzuordnen.
Die moderne Enneagramm-Lehre besagt, dass jeder Mensch zu genau einer dieser neun Typenbeschreibungen passe und dass dieser Grundton der Persönlichkeit sich im Lauf eines Lebens nicht ändere. Die Lehre besagt jedoch auch, dass das Enneagramm niemals die biografische Einzigartigkeit eines Menschen erfassen könne, sondern lediglich die Enneagramm Struktur.
Spannend ist, dass jede:r der 9 Typen die eigene Entwicklung des Reifens miteinschließt. Dies verändert gleichzeitig das Verhältnis zu den anderen Typen in positiver Weise.

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